
Nach Hunderten von Trainingskilometern in den Beinen und vielen Höhen und Tiefen in der langen Vorbereitungszeit war es am 30. September endlich soweit – der 34. Berlin Marathon 2007 wurde gestartet. Mit dabei waren zwei Aktive vom 1. BSC Aktivital Willingen. Georg Schran (1.Vorsitzender des 1. BSC Aktivital Willingen) und Silke Krevet (Laufwartin des Vereins) haben die 42,195 Kilometer „Sightseeingtour“ durch Berlin bei perfektem Laufwetter und einer Traumkulisse von ca. einer Millionen Zuschauer an der Strecke genossen und mit guten Ergebnissen absolviert.
Der viertgrößte Marathon der Welt wurde pünktlich um 9.00 Uhr durch Bürgermeister Klaus Wowereit auf der Straße des 17.Juni gestartet. Tausende von Luftballons stiegen beim ersten Startschuss in den windstillen und leicht bewölkten Himmel von Berlin empor („Gänsehaut-Feeling pur“). Laute Musik heizte in den hinteren Startblöcken wartenden Läufern ein. Die Starts erfolgten im zwei Minuten Abstand. Es herrschte beste Stimmung untern den Startern und bei den Zuschauern, die die Läufer auch auf der gesamten Strecke jederzeit lautstark angefeuert und unterstützt und über wichtige Ereignisse informiert haben. So wurde auf einem großen Plakat kurz nach der Halbmarathondistanz mitgeteilt, dass der Äthiopier Haile Gebrselassie den bestehenden Weltrekord geknackt hat und in 2:04:26 Stunden das Ziel erreicht hat – der Jubel war groß, aber die Willinger hatten noch etwas weniger als die Hälfte vor sich, um da zu sein, wo Haile schon längst war. Von 33.461 gestarteten Läufern kamen nach Angaben des Veranstalters 32.536 ins Ziel, davon 26.036 Männer und 6.500 Frauen „Wir waren dabei!“ Georg Schran erreichte das Ziel am Brandenburger Tor nach 3:45:22 Stunden und belegt in seiner Alterklasse den 827. Platz. Er wurde im Gesamtresultat bei den Männern 9.975. Silke Krevet erreichte gut eine Viertelstunde später in einer Zeit von 4:02:31 Stunden das Ziel, wurde in ihrer Alterklasse 436. und belegt bei den Frauen insgesamt den 1.772 Platz. Die Zeiten und Platzierungen sind nur zweitrangig, dabei sein, Spaß haben und vor allem gesund ankommen war das wichtigste Ziel für die beiden Ausdauersportler, die sich auf diesem Weg bei allen herzlich bedanken, die sie in der langen Vorbereitungszeit begleitet haben. Dazu gehört die Krankengymnastik Praxis Aktivital mit Anja Römer, die verhärtete Trainingsmuskulatur wieder weich geknetet hat. Karl-Friedrich „Charly“ Wagner, der mit seiner Therapie auch „Lahme“ wieder zum Laufen brachte, und natürlich die Familien, die während der langen Trainingszeit oft auf die Marathonläufer verzichten mussten. Jetzt heißt es erst einmal wieder ohne Trainingsplanvorgaben leben, aber auch laufen. Denn nach dem Marathon ist vor dem Marathon?!