
15 Spiele sind absolviert, der SC Willingen steht mit vier Siegen, zwei Unentschieden und neun Niederlagen auf dem 15. Tabellenplatz. Nach knapp der Hälfte der Saison hat sich die junge Mannschaft mit viel Licht, aber auch viel Schatten,(beim 1:5 gegen den direkten Konkurrent um einen Nichtabstiegsplatz aus Eschwege) präsentiert. UPLAND-TIPS Mitarbeiter Sven Schütz hat mit SCW Torwart und Routinier Stefan Bangert ein Interview über die aktuelle Situation geführt. Der Bäderfachangestellte im Arobella-Bad der Stadt Bad Arolsen spielt – mit Unterbrechung – schon seit 1996 für den SCW. Als seinen größten sportlichen Erfolg sieht er keine Titel oder Pokale an,sondern die Tatsache, dass er mit Menschen und Fußballern wie z. B. Ecki und Torsten Vogel, Matthias Krevet, Uwe Theiß, Olli Schmidt und vielen anderen in einer Mannschaft spielen durfte. Von seinem Schlag kann der SCW mehr gebrauchen.
? Stefan, in den bisherigen Spielen hat der SCW viele Gesichter gezeigt. Ist es die erwartet schwere Saison?! „Dass wir jetzt einen Durchmarsch starten, war nach dem großem Umbruch nicht zu erwarten. Wir könnten sicherlich ein wenig besser dastehen wenn die alten Tugenden des SCW, wie Einsatz, Moral, absoluter Wille und vor allem mannschaftliche Geschlossenheit auf und neben dem Platz besser zum Tragen kommen würden. Wir Spieler müssen da auf jedem Fall noch an uns arbeiten und bereit sein, ganz schnell dazuzulernen“? Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Zuletzt gab es nach dem Überraschungssieg gegen Hünfeld (2:0) die nächste Niederlage mit dem 0:2 in Vellmar.„Vellmar war bis jetzt der stärkste Gegner. Taktisch, spielerisch, läuferisch – die waren richtig gut. Die haben aber ebenfalls wie wir ein Durchschnittsalter von 22 Jahren. Ich hoffe, dass sich das meine Spielkollegen gut angeschaut haben und daraus sehr schnell lernen werden, damit wir so in Zukunft auch spielen können. Man muss aber auch dazu sagen, dass wir auch schon gute Spiele abgeliefert haben. Es fehlt eben an der Konstanz.“? Die Klasse scheint sehr ausgeglichen. Siege des SCW gegen starke Teams wie Tabellenführer Hünfeld und auch der Derbysieg in Korbach belegen dies. Siehst Du das als Vor- oder Nachteil?! „Das schaffen ja andere Mannschaften aus unserer Tabellenregion auch. Unser Problem dabei ist, dass wir bisher gegen die direkte Konkurrenz zu wenig Punkte geholt haben. Die Bonuspunkte sind da, nur die Punkte gegen die vermeintlich leichten Gegner haben wir zu oft liegen gelassen. Das lag oft an einer mangelnden Einstellung, nicht am fußballerischen Können der Mannschaft.“? Was erwartest Du von den beiden letzten Partien der Rückrunde mit den wichtigen Heimspielen gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller, den KSV Baunatal II und Schlusslicht SSV Sand? ! „Da müssen ganz dringend Punkte her. Das geht aber gegen diese Gegner nur, wenn jeder das macht, was er kann und sich für die Mannschaft einsetzt. Der Wille über 90 Minuten Vollgas muss da sein.“Der SCW landet am Ende auf welchem Platz und warum?! „Ich denke, hoffe und glaube dass wir in der Klasse bleiben. Nur dafür muss jeder Spieler bereit sein, in jedem Spiel und Training das Optimum aus sich herauszuholen, damit wir vor allem taktisch und spielerisch dazu lernen um die zukünftigen Spiele konstant gut und vor allem erfolgreich absolvieren zu können.“