
Am Mittwoch, 5. Dezember 2007 kommt der gesundheits-politische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Florian Rensch, nach Willingen und Korbach. Gemeinsam mit dem Waldecker Landtags-Direktkandidaten Dieter Schütz und Pressesprecher Reinhard C. Schulz werden Gastronomie-Betriebe besucht, um sich vor Ort über die Situation nach dem seit dem 1. Oktober geltenden Rauchverbot in Hessen zu informieren und mit interessierten Bürgern zu diskutieren. Los geht es um 20 Uhr im Willinger Bistrorant Mütze (Neuer Weg 32), um 21.15 Uhr kommen die Liberalen ins Rockcafe Kings (Stechbahn 6) nach Korbach.
Die FDP hat als einzige Fraktion im hessischen Landtag gegen das beschlossene Gesetz zum Rauchverbot in der aktuellen Fassung gestimmt. Kein Hehl haben die Freien Demokraten daraus gemacht, dass sie für ein Rauchverbot in allen öffentlichen Bereichen wie zum Beispiel Behörden, Ämtern, Flughäfen und Bahnhöfen sind. „Da, wo die Menschen hin müssen und sich nicht vor den Gefahren des Passivrauchens schützen können, macht das Rauchverbot Sinn“, sagt Schulz. „Aber es muss aus geschäftlichen Gründen Ausnahmen in der Gastronomie geben.“„Hessens Kneipen müssen gerettet werden, die FDP steht an der Seite von Wirten und Gästen“, bekräftigt Rensch. In einer von der FDP beantragten aktuellen Stunde im Hessischen Landtag zum Thema „Rauchverbot – aktuelle Situation hessischer Gastwirte“ machte Rensch in seiner Rede unmissverständlich deutlich, dass er wie in Spanien für die Kennzeichnungspflicht der Betriebe ist. Gastwirte deklarieren ihr Lokal für jeden klar erkennbar am Eingang mit einem Schild, ob es sich um eine Raucher- oder Nichtraucherinstitution handelt. Gäste können sich frei entscheiden. Renschs Botschaft: “Freie Wahl für Gäste und Wirte.“ Auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) hat mit einer Postkartenaktion auf das einsetzende Kneipensterben aufmerksam gemacht und für die Kennzeichnungspflicht geworben. In Frankfurt lief eine Gastgeber-Aktion unter dem Titel „Tote Kneipe - tote Stadt“.Die Situation hessischer Kneipen wird noch dadurch verschärft, dass angrenzende Bundesländer andere oder bisher keine Regelungen haben. Und das ist gerade auch in der Touristikhochburg Willingen ein Problem, wo an Wochenende viele Gäste aus Nordrhein-Westfalen anreisen. „Diese Gäste reagieren mit viel Unverständnis“, so Schütz, „wenn die Willinger Wirte sie darauf hinweisen müssen, dass sie das Lokal zum Rauchen verlassen müssen.“ Umsatzeinbußen von 20 bis 30 Prozent sind an der Tagesordnung, wie Gespräche mit Upländer Wirten deutlich machen. Etliche Lokale sind in ihrer Existenz bedroht.Die FDP wird dieses Thema zu einer Koalitionsfrage machen. „Wir kämpfen für die Kennzeichnungspflicht. Unser Minimalziel ist aber eine Befreiung der Kleinkneipen vom Rauchverbot. Dafür brauchen wir so schnell wie möglich eine Lösung, denn wir dürfen nicht zulassen, dass viele Kleinkneipen in den nächsten Wochen Insolvenz anmelden müssen“, so Rensch abschließend.