Bauernmolkerei bezieht Naturstrom der EWF

bauernmolkerei
Die ökologische Ausrichtung der Bauernmolkerei in Usseln ist bekannt, denn hier werden fast ausschließlich Bio-Produkte hergestellt. Seit Jahresbeginn werden diese Produkte mit EWF Naturstrom der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) produziert. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz übergab EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller der Geschäftsführerin Karin Arzt-Steinbrink das Zertifikat über den Herkunftsnachweis (unser Bild). Zunächst wurde ein drei Jahresvertrag abgeschlossen. Der Naturstrom wird zu 100 Prozent aus Wasserkraft gewonnen, erklärte Stefan Schaller, Die Herkunft des Strom aus deutschen Laufwasserkraftwerken wird vom TÜV Süd bestätigt.
Die Bauernmolkerei ist durch einen hohen Aussto und steigende Kapazitten (Im Jahr 2008 kann die Uplnder Bauernmolkerei 10 Millionen Liter Bio-Milch mehr verarbeiten, da 30 neue Bio-Bauern in die Milcherzeugergemeinschaft Hessen aufgenommen wurden) ein groer Verbraucher. Khlung und Erhitzung bedrfen einer Menge Strom. Wir haben den Anspruch umweltfreundlich zu arbeiten, sagte Karin Arzt-Steinbrink und ergnzte: Wir freuen uns, dass die Zusammenarbeit mit der EWF geklappt hat und erhoffen uns davon, dass auch andere diesem Beispiel folgen. Das scheint aufzugehen, denn hier entwickelt sich ein Trend, der zudem noch kostengnstiger ist als der Allgemeine Preis (Classic-Tarif).

Seit 1. Januar 2008 wird EWF Naturstrom angeboten, der pro Kilowattstunde 18,90 Cent kostet. ber 700 Privat- und Gewerbekunden der EWF sind dem Vorbild der Bauernmolkerei gefolgt und haben sich fr EWF Naturstrom entschieden. Dadurch ersparen sie der Umwelt rund 625 Tonnen Kohlendioxid. Zum Vergleich: Um die gleiche Menge Kohlendioxid auszustoen, knnte ein Mittelklassewagen circa 3,9 Millionen Kilometer fahren. Die Bauernmolkerei setzt die groen Stromfresser nach Mglichkeit nie in den Spitzenzeiten ein (11.00 bis 13.00 und 17.00 bis 19.00 Uhr), da dann von Privathaushalten viel Strom abgenommen wird. Ein Beispiel, dem jeder folgen kann, denn die Wasch- oder Splmaschine muss nicht immer zu diesen Zeiten laufen.

Bestes Bio Fair fr alle
Die Bauernmolkerei ist Mitglied einer Initiative von Unternehmen aus der Bio-Lebensmittelbranche, der am 14. Februar in Fulda gegrndet wurde. Geschftsfhrerin Karin-Arzt-Steinbrink wurde zur 1. Vorsitzenden gewhlt. Ziel des Vereins ist es den Erzeugern durch gerechte, langfristige Abnahmevertrge faire Preise fr ihre Bio-Produkte zu bezahlen. Weiterhin stehen eine umweltgerechte Produktion, Energiepolitik, nachhaltige Konzepte im Bereich Logistik und Verpackung und gute Arbeitsbedingungen zu gewhrleisten auf der Vereinsagenda ganz oben. Dies soll auch nach auen hin kommuniziert werden.

Eine freiwillige Zertifizierung, die zurzeit ausgearbeitet wird soll fr ein faires Miteinander sorgen. Die Mitgliedsunternehmen setzen berwiegend regionale Rohwaren ein. Ein Gremium aus Experten und Fachkrften bert den Verein hinsichtlich der Einhaltung und Weiterentwicklung der Ziele. Die ursprngliche Idee entstammt der Bauernmolkerei: Jede Packung Vollmilch 3,7 % Fett und fettarme Milch 1,5 % Fett hat seit dem 1. Oktober 2006 eine neue Verpackung mit dem Erzeuger-fair Milch Zeichen. Vorher konnten seit Januar 2005 Kundinnen und Kunden freiwillig einen Erzeuger-fair Milch Zuschlag von 5 Cent pro Liter Milch zahlen, der direkt an die heimischen Bio- Bauern ausgezahlt wird.

Drei Mal Gold fr Uplnder Produkte
Zum zweiten Mal hat das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) einen Internationalen Qualittswettbewerb fr Bio-Produkte ausgeschrieben. Alle drei angemeldeten Produkte der Uplnder Bauernmolkerei bekamen den Goldenen Preis 2008 zuerkannt. Verliehen wurde der Preis fr Bio-Schmand, Frische Bio-Vollmilch und Bio-Srahmbutter auf der Messe BioFach 2008 in Nrnberg.