Bundesverkehrsminister Tiefensee in Willingen

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Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, war auf Einladungen des SPD-Ortsvereins zu einem Referat in Willingen zu Gast. Im Blickpunkt der etwa 50 Besucher im Kurgarten-Treff stand neben dem Vortragsthema „Nachhaltige Mobilität, lebenswerte Städte“ vor allem das Thema Umgehungsstraße für Willingen. Heinrich Kesper wurde eine besondere Ehre zuteil, indem er vom Bundesminister für 40-jährige Mitgliedschaft in der Partei ausgezeichnet wurde.
Eine Berndorfer Bürgerinitiative machte im Rahmen der Veranstaltung ihrem Ärger über die stark befahrene Bundesstraße durch ihren Ort Luft und forderte Lösungen in Form einer Ortsumgehung oder eines LKW-Transitverbotes. Tiefensee erklärte, dass man Bundesstraßen kurzfristig „bemauten“ könne. „Diese Entscheidung obliegt aber dem Land.“

Der Minister war über das Willinger Problem bestens informiert: Eine 3,8 Kilometer lange Umgehungsstraße für Willingen würde nach Schätzungen rund 20 Millionen Euro kosten. „Gemeinde und Straßenbauverwaltung müssen sich auf eine Lösung einigen und auch bereit sein, eine mögliche Südumgehung mit zu tragen“, so Tiefensee.

Bürgermeister Thomas Trachte betonte im Rahmen einer anschließenden Diskussionsrunde, dass eine Ortsumgehung für Willingen lebenswichtig sei, da man sonst Marktchancen im Vergleich zu anderen Wettbewerbern verliere. Die Existenz als führender Fremdenverkehrsort sei stark gefährdet, wenn es zu keinen Lösungen komme.

Gastgeber und SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Karl-Wilhelm Schweinsberg setzt alle Hoffnung auf eine Unterstützung des Bundesverkehrsministers. Bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes muss 2009/2010 die Dringlichkeit einer Umgehung für Willingen noch einmal überprüft werden, so dass man wieder in den „vordringlichen Bedarf“ hoch gestuft werde. Das Projekt wird zurzeit nur als „weiterer Bedarf“ eingestuft. Die Entscheidung über eine Hochstufung fällt im nächsten Jahr.

Unser Bild zeigt v.l. den SPD-Unterbezirksvorsitzenden Karl-Heinz Stadler, MdB Alfred Hartenbach, den für 40-jährige Mitgliedschaft geehrten Heinrich Kesper, Minister Wolfgang Tiefensee sowie den Ortsvereinsvorsitzenden Karl-Wilhelm Schweinsberg.