Upländer Dieter Schütz FDP-Direktkandidat für Landtagswahl 2008:

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“Erwarte spannendes Jahr mit hoffentlich gutem Ergebnis für mich!“
Auch nach fast 21 Jahren UPLAND-TIPS gibt es immer noch Premieren: Der Herausgeber des Upländer Monatmagazins, Dieter Schütz (44), wurde von den Mitgliedern der FDP in Waldeck im Wettstreit mit Heiko Schimmelpfeng (Bad Arolsen) mit großer Mehrheit (46 zu acht Stimmen) zum Direktkandidaten der Liberalen für die Landtagswahl am 27. Januar 2008 gewählt. Grund genug für Sven Schütz, mit seinem älteren Bruder das folgende Interview zu führen.

“Erwarte spannendes Jahr mit hoffentlich gutem Ergebnis für mich!“
Auch nach fast 21 Jahren UPLAND-TIPS gibt es immer noch Premieren: Der Herausgeber des Upländer Monatmagazins, Dieter Schütz (44), wurde von den Mitgliedern der FDP in Waldeck im Wettstreit mit Heiko Schimmelpfeng (Bad Arolsen) mit großer Mehrheit (46 zu acht Stimmen) zum Direktkandidaten der Liberalen für die Landtagswahl am 27. Januar 2008 gewählt. Grund genug für Sven Schütz, mit seinem älteren Bruder das folgende Interview zu führen.
Dieter, viele Upländer hat die Nachricht überrascht, dass Du auch politisch aktiv bist…
Dieter Schütz: “Ich bin am politischen Geschehen interessiert, habe u.a. Politik studiert. Es gibt für alles seine Zeit. Bis Mitte 30 hat sich bei mir sehr viel um das Fußballspielen beim SC Willingen gedreht. Dann standen Familie, Hausbau und die Grundlage für eine selbstständige berufliche Zukunft im Vordergrund. Ehrenamtlich engagiere ich mich schon seit Jahren, so wie es meine Freizeit zulässt, in verschiedenen Bereichen wie z.B. im Verein Aktives Willingen, in der Fremdenverkehrskommission der Gemeinde, beim Ski-Club Willingen und in der Agenda. Ich möchte auch politisch Verantwortung übernehmen. In den politischen Gremien werden viele entscheidende Weichen gestellt. Ich bin vor eineinhalb Jahren in die FDP eingetreten. Schon bei der Kreistagswahl im März 2006 habe ich erstmals kandidiert. Ich hoffe, in absehbarer Zeit auf ein Mandat im Kreistag Waldeck-Frankenberg, in dem mit Heidi Schmirler (SPD) und dem Kreistagsvorsitzenden Michael Kossmann (CDU) nur zwei Upländer vertreten sind. Das war zuvor anders und ist bei mehr als 70 Kreistagsabgeordneten für den Stellenwert unserer Region nicht ausreichend. Über die Fraktionen hinaus vertritt jeder zu einem guten Stück auch seine Heimat. Ich möchte meine Heimat, so fern das gewünscht wird, gerne vertreten.“
Du trittst zur Landtagswahl am 27. Januar 2008 als FDP-Direktkandidat in Waldeck an. Wie kam es dazu?
Dieter Schütz: “Anfang Dezember hat mich der FDP-Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Heinrich Heidel aus Vöhl gefragt, ob ich mir das vorstellen kann. Nach relativ kurzer Zeit in der Partei war ich überrascht. Aber wenn man gefragt wird, dann traut man einem das auch zu. Ich habe diese Anfrage in der Familie besprochen, schnell zugesagt und mich auf einer Mitgliederversammlung in Korbach gegen Mitbewerber Heiko Schimmelpfeng durchgesetzt. Herzlichen Dank an alle Upländer FDP-Mitglieder, die dort geschlossen aufgetreten sind und mich ganz prima unterstützt haben. Meine Kandidatur ist auch der Tatsache geschuldet, dass die FDP im Upland mit ihrem Chef und Parlamentsvorsitzenden Holger Vogel und dem Fraktionsvorsitzenden Erhard Kiel an der Spitze eine sehr gute Arbeit macht, die sich auch in den hervorragenden Wahlergebnissen der Upländer FDP auf Gemeinde- und Kreisebene ausdrückt. Ich freue mich auf die Zeit bis zur Landtagswahl, das wird ein spannendes Jahr für mich. Es macht mich gewiss nicht dümmer.“
Was sind die politischen Ziele Deiner Arbeit? Wie wird der Wahlkampf für 2008 ablaufen?
Dieter Schütz: “Wie so ein Wahlkampf abläuft, das muss ich abwarten. Für mich geht es darum, meinen Bekanntheitsgrad über das Upland hinaus zu steigern. Ich werde in den FDP-Ortsverbänden um Unterstützung werben, im Sommer und Herbst folgen viele öffentliche Veranstaltungen. Engagierte Upländer unterstützen mich, auch über die FDP hinaus. Ich habe für meine Kandidatur viel Zuspruch erhalten, auch in persönlichen Gesprächen mit Kommunalpolitikern der heimischen CDU, SPD und FWG. Das freut mich sehr. Ich denke, dies ist auf meine ausgleichende Art beim Entwickeln gemeinsamer Lösungen zurückzuführen. Ich gehe gerne auf Menschen zu. In der politischen Willensbildung geht es darum, neben guten Argumenten auch Kompromisse im Sinne der Sache zu finden.
Unser Ziel ist es, in Hessen in die Regierungsverantwortung zurück zu kehren, denn liberale Minister tun jeder Regierung gut. Wenn ich dazu meinen bescheidenen Beitrag leisten kann, dann ist das gut so. Auch wenn es Wahlergebnisse gelegentlich anders ergeben, ich halte nichts von absoluten Mehrheiten. Eine vernünftige Politik kommt immer dann zustande, wenn aus mehreren Regierungs- und Oppositionsparteien Meinungen und Interessen einfließen. Das macht unsere Demokratie aus. Mein ganz persönliches Ziel ist es, auch junge Menschen und Nicht-Wähler zu erreichen. Wenn bei Wahlen in unserem Land vier von zehn Bürgern nicht hingehen, dann gibt mir das zu denken. Politiker sollten nicht immer alles besser wissen. Sie müssen auch Fehler eingestehen. Dann werden ihnen die Menschen glauben und zuhören. Wer arbeitet, der macht nun mal Fehler.
Wir brauchen die Unterstützung des Mittelstandes als Motor des wirtschaftlichen Lebens. Die FDP ist der Anwalt dieses Mittelstandes in Deutschland. Weder Konzerne noch Arbeitnehmer können allein für einen dauerhaften wirtschaftlichen Aufschwung sorgen. Tatsächliche Steuersenkungen und Bürokratieabbau sind wichtige Ziele. Wir verwalten uns noch zu Tode. Unser Steuerrecht ist zu kompliziert. Die Idee der Steuererklärung auf dem Bierdeckel von Friedrich Merz, der in vielen Dingen nahe bei der FDP ist, hat mir gut gefallen. So ein Mann darf der Politik nicht verloren gehen, nur weil er unbequem ist.“
Wie beurteilst Du Deine Chancen als Direktkandidat der FDP in Waldeck? Was erwartest Du von den Kandidaten der anderen Parteien?
Dieter Schütz: „Die FDP ist die kleine, unverzichtbare Partei des bürgerlichen Lagers. Ich werde mich für gute politische Inhalte einsetzen. Deshalb muss ich nicht zu allem Ja und Amen sagen. Die eigene Meinung ist wichtig. Von einer Entscheidung muss ich überzeugt sein, damit ich zustimmen kann. Seit 50 Jahren hat es bei hessischen Landtagswahlen keine kleine Partei geschafft, ein Direktmandat zu erringen. 2003 hatte der FDP-Kandidat in Waldeck 7,6 % der Stimmen. Warum also über Zahlen reden. Ich werde mein Bestes geben.
Staatsminister Dietzel wird für die CDU ins Rennen gehen. Ich habe ihn vor Jahren als junger Rundfunkjournalist interviewt. Kürzlich habe ich ihn beim Weltcup-Skispringen wieder getroffen. Er ist ein netter Mann, um einiges älter als ich, der im Wahlkampf einen fairen Umgang pflegen wird. Mit ihm würde ich ein Bier trinken gehen. Frau Eckhardt von der SPD kenne ich (noch) nicht persönlich. Grüne, Linke und Freie Wähler haben noch nicht nominiert.
Ich hoffe, dass ich in meiner Upländer Heimat viele Erststimmen bekommen werde und damit den Grundstein für ein gutes Wahlergebnis legen kann. Herr Dietzel als haushoher Favorit und Frau Eckhardt als erste Herausforderin haben ihren Sitz im neuen Landtag unabhängig vom Direktkandidaten-Ergebnis über die Parteilisten sicher. Da spricht doch alles dafür, einen engagierten Upländer zu wählen, damit ein Waldecker mehr nach Wiesbaden geht. Zum Schaden unseres schönen Waldecker Landes ist dies ganz sicher nicht.“