Georg Niglis: „Ich scheide nicht im Bösen mit dem SC Willingen!“

schorsch
Fußball-Landesligist SC Willingen und Trainer Georg „Schorsch“ Niglis gehen im Sommer getrennte Wege. Der Wiemeringhäuser beendet damit nach fast 20 Jahren Engagement in Willingen mit nur wenigen und kurzen Unterbrechungen eine erfolgreiche Zusammenarbeit und übernimmt zum 1. Juli den westfälischen A-Ligisten SV Brilon. Wir haben „Schorsch“ nach den Gründen für diese Entscheidung gefragt, nicht jedoch ohne den sportlichen Aspekt mit dem Rückrundenstart am letzten Februarwochenende aus den Augen zu verlieren. Dieser ging mit 0:3 gegen den TSV Wattenbach in die Hose.

Fußball-Landesligist SC Willingen und Trainer Georg „Schorsch“ Niglis gehen im Sommer getrennte Wege. Der Wiemeringhäuser beendet damit nach fast 20 Jahren Engagement in Willingen mit nur wenigen und kurzen Unterbrechungen eine erfolgreiche Zusammenarbeit und übernimmt zum 1. Juli den westfälischen A-Ligisten SV Brilon. Wir haben „Schorsch“ nach den Gründen für diese Entscheidung gefragt, nicht jedoch ohne den sportlichen Aspekt mit dem Rückrundenstart am letzten Februarwochenende aus den Augen zu verlieren. Dieser ging mit 0:3 gegen den TSV Wattenbach in die Hose.
 
? Ein Wort zunächst zur Vorbereitung: Ungewohnte Verhältnisse bisher durch den milden Winter? Wie lief es bisher, wie habt ihr in den Tests abgeschnitten?
! „Im Grunde habe ich so eine Vorbereitung ohne die winterlichen Verhältnisse noch nicht erlebt. Die Einheiten sind ordentlich gelaufen, alle Verletzten sind wieder mit an Board, vor allem Thorsten Vogel, der als Leader für das Team enorm wichtig ist. Wir haben uns von Woche zu Woche steigern können. Die Testspiele sind von den Ergebnissen her nicht so gut gelaufen. Wichtig war aber hier die Fortschritte zu erkennen. Wir wollen gut aus den Startlöchern kommen, dass ist in allen Klassen wichtig um frühzeitig die nötige Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Da bin ich sehr optimistisch.“
? Dein Rücktritt nach fast 20 Jahren mit Unterbrechung in Willingen am Ende der Saison war das Thema in der Winterpause. Was sind für Dich die Gründe gewesen und wie haben der neue Vorstand sowie die Mannschaft darauf reagiert?
! „Da kommen viele Gründe zusammen. So eine Entscheidung trifft man nicht von heute auf morgen. Ich möchte grundsätzlich aber das Positive sehen. Ich habe hier viele Freunde gefunden. Willingen ist eine Trainerstation, die ein absoluter Traum und sehr erfolgreich war. Negatives stelle ich hinten an. Nachkarten möchte ich nicht. Die Mannschaft hat unterschiedlich reagiert, war natürlich überrascht. Zu den Gründen: Vom sportlichen her konnte das Ziel nur der Klassenerhalt sein. In den letzten Jahren haben wir immer Leistungsträger verloren. Das konnten wir immer gut kompensieren aber in dieser Saison kann man nicht mehr erwarten, wenn man auch die Verletzten sieht. Das müssen alle akzeptieren und erfordert auch einen gewissen Respekt gegenüber dem Trainer, der den kompletten sportlichen Bereich verantwortet. Das gilt auch für die Einbindung der Jugendlichen in dieser Serie an die erste Mannschaft. Hier gab es im Umfeld oft keine Übereinstimmung.“
? Dein neuer Verein, der SV Brilon spielt im Moment nur in der A-Klasse. Warum die Entscheidung für eine unterklassige Mannschaft?
! „Es gab viele Anfragen. Das zeigt auch, dass meine Arbeit geschätzt wird, darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich habe mich für Brilon entscheiden, weil man sich dort sehr bemüht hat und die Perspektiven, Trainingsbedingungen, Sportstätten sowie die gesamte Infrastruktur sehr gut sind. Dort möchte ich ab 1. Juli einiges erreichen. Zunächst gilt meine ganze Kraft aber dem SCW um unser Ziel zu erreichen. Ich werde sicherlich immer wieder gern nach Willingen kommen und werde dem Verein weiter die Daumen drücken, da ich nicht im Bösen oder Negativen scheide.“