
37 Teams mit je drei Werfern versuchten, auf einem 32 Quadratmeter großen Spielfeld bei der 1. Schneeballschlacht Weltemeisterschaft in Winterberg vor wenigen Wochen mit den kalten Wurfgeschossen möglichst viele Treffer beim Gegner zu landen. Das Prinzip ist also einfach
Hier die Facts zum Wettkampf. Gespielt wurde auf einem 5x12m großen Spielfeld. Sieben Tonnen Kunstschnee, 2x3 Minuten (2 Halbzeiten) Spielzeit, Seitenwechsel, jeder Treffer mit Schneeball bedeutet einen Punkt…wer die meisten Treffer hat, gewinnt. Soweit war alles klar. Aber wie kam es dazu, dass die Upländer am Ende mitmachten und sogar den Sprung auf das Treppchen schafften.
Ein Etappenbericht, aufgezeichnet von den Willinger Beach Boys:
November 2006: Alles fing damit an, dass wir von der Schneeball-Schlacht-Weltmeisterschaft erfuhren, die im März 2007 auf dem Winterberger Marktplatz stattfinden sollte. Da wir alle sportlich orientiert sind und für jeden Spaß zu haben sind, stand von unserer Seite einer Teilnahme nichts entgegen. Entgegen aller Vermutungen, orientierten wir uns nicht an dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles“, sondern hatten einen Platz auf dem Podest als feste Marschroute von Beginn an im Visier. Demzufolge war es keine große Überraschung, dass wir Anfang Dezember 2006 Björn Schröder, 19 Jahre alt, aus Willingen und Absolvent einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten, als Trainer und Motivationskünstler engagierten.
Aus den anfänglichen Anfragen um die heiß begehrten Teamplätze wählte der Trainer die Bestbesetzung aus, die im Folgenden das Projekt „Titelgewinn“ ins Visier nehmen sollte. Dazu zählten: Dominic Stremme, 19 Jahre alt aus Willingen – Auszubildender Bauzeichner, Markus Kluschke, 19 Jahre alt – Abiturient aus Usseln, sowie Lars Neumann, 20 Jahre alt – Fachabiturient aus Usseln.
Durch fachmännische Taktik-Schulungen und gezieltem Konditionstraining war der Dezember geprägt, wo sich das Team in regelmäßigen Abständen zu Trainingseinheiten zusammenfand. Die anfängliche Enttäuschung über das Ausbleiben von Schnee zur optimalen Vorbereitung folgte der Enthusiasmus, als sich Tennisbälle als gleichwertiger Ersatz fanden. So konnten wir den Wettkampf annähernd optimal in der Turnhalle simulieren und reisten dementsprechend gestärkt und im Bewusstsein unserer Fähigkeiten im März nach Winterberg.
Die trainingsfreien Tage brachten wir damit zu, uns Gedanken über unseren Teamnamen, sowie der optimalen Wettkampfkleidung zu machen. Letztlich traten wir als die „Willinger Beach-Boys“ mit entsprechender Bekleidung an, bestehend aus Hawaiihemden, Bermudashorts und Strohhüten, die über die vorgegebene Wettkampfkleidung gezogen wurde. Nicht nur das optische Auftreten verursachte Begeisterung sowohl bei den Veranstaltern vor Ort und den über 1000 Zuschauern, sondern auch das ausgewählte Maskottchen: Ein Bild von David Hasselhoff, das permanent dem Team beistand.
Unter 37 Teams aus über acht Nationen sollte innerhalb von zwei Tagen der erste offizielle Weltmeister in der Schneeballschlacht ermittelt werden.
Der erste Wettkampftag, der 10.03.2007, diente der Ermittlung der Gruppensieger und damit der für die Finalrunden gesetzten Teams. Die uns in der Vorrunde zugelosten Teams stellten keine allzu große Herausforderung dar. Demzufolge setzte sich unser Beach-Boy Team ungeschlagen durch. Getragen durch die Euphorie des sauerländischen Publikums und der mitgereisten Fans, avancierte unser Team mehr und mehr zum Publikumsliebling.
Der zweite Wettkampftag, 11.03.2007, begann gleich mit einer großen Überraschung. Ein Kamerateam von SAT-1 war angereist und begleitete unser Team über den Tag. Unsere Siegessträhne reichte bis ins Halbfinale, wo wir uns letztlich knapp einem norddeutschen Team von Triathleten und Handballern geschlagen geben mussten. Nichtsdestotrotz verstand es der Trainer, sein Team für das anstehende kleine Finale noch einmal voll zu motivieren.
Dies gelang ihm und somit konnten wir mit einem schönen Pokal ins Upland zurückkehren und rückblickend feststellen, dass die Teilnahme an der Schneeball-Weltmeisterschaft für alle Beteiligten ein Riesenerfolg war, die im nächsten Jahr unbedingt wiederholt werden soll!