
Ab 1. Juni werden in der Gourmetbäckerei von der Heide Brot und Brötchen ausschließlich mit biologisch hergestelltem Getreide gebacken. Aus diesem Anlass wird Susanne Weißbecker als Geschäftsführerin des Landesverband Bioland Mitte Bäckermeister Wolfgang von der Heide das Bioland Zertifikat überreichen. Bioland ist ein Zusammenschluss von mehr als 4.500 Landwirten, Gärtnern, Winzern und Imkern. Die Bioland-Richtlinien umfassen Tierhaltung, Pflanzenbau, Gartenbau sowie Dauerkulturen und reichen über den gesetzlichen Mindeststandard – die europaweit geltende EG-Öko-Verordnung – weit hinaus.
„Für uns ist dieser Prozess der nächste logische Schritt nach dem wir seit 2005 Mitglied im Slow-Baking - Backen mit Zeit für Geschmack e. V. sind“, erklärt Wolfgang von der Heide. Beim Slow Baking entstehen durch langes Kneten und längeres Ruhen und eine traditionelle Verarbeitungsweise Backwaren mit besserem Geschmack.
Die Umstellung auf Produkte mit Bioland-Siegel hat sich über einige Monate hingezogen, so dass am 1. Juni die offizielle Mitgliedschaft bekannt gegeben werden kann. Die Produktionsabläufe haben sich in der Gourmetbäckerei aber nur geringfügig verändert. In erster Linie wurden nur die Zutaten – vom Getreide, den ungehärteten Fetten, der Milch bis zu allen Gewürzen – für die leckeren Brot- und Brötchenvariationen ersetzt. Sie stammen nun ausschließlich von regionalen Biolandproduzenten, wie zum Beispiel der Bio-Getreidemühle in Stirpe bei Erwitte.
Der Geschmack konnte durch diesen Prozess noch einmal verbessert werden. Die Ursprünglichkeit des Geschmacks spielt für das Team um Wolfgang von der Heide eine entscheidende Rolle. „Geschmacksverstärker und genetisch veränderte Lebensmittel braucht kein Mensch! Wir wollen mit unseren Produkten Alternativen anbieten!“
Durch das stetig steigende Gesundheitsbewusstsein der Menschen ist ein Aufklärungsprozess eingetreten, der eine steigende Nachfrage an Bio-Produkten nach sich zog. Diesem Trend wird auch in der Gourmetbäckerei Folge geleistet. Die Qualität seiner Produkte sieht
der Bäckermeister im engen Zusammenhang mit den qualitätsorientierten touristischen Zielen der Gemeinde Willingen (Upland). „Wo man Qualität anbieten möchte muss es auch in allen Bereichen Qualität geben.
Stillstand bedeutet bekanntlich Rückschritt. Im Rahmend der Suche nach neuen Ideen und Innovationen ist derzeit ein Bio-Stollen in der Entwicklung. Außerdem ist seit kurzer Zeit ein 100 Prozent Dinkelbrot im Angebot. Zu den Verkaufsschlagern gehören außerdem das Hüttenbrot und das 100 Prozent Vollkornbrot.
Wolfgang von der Heide beschäftigt in seinem Betrieb – zum dem das Café Müller sowie die Wirtstube Linnenkerl gehört – 20 Mitarbeiter und kann Lehrlinge in sieben Berufssparten ausbilden. Mittlerweile ist der Versand ein wichtiges Standbein geworden. „Jedes zweite von uns gebackene Brot geht in den Versand.“ Die Bäckerei wurde 1861 vom Namensgeber des Cafés, Heinrich Müller gegründet und ist seit dieser Zeit ein echtes Familienunternehmen mit wahrhaft großer Tradition.
Neue Öffnungszeiten:Das Café Müller ist ab sofort täglich ab 08.30 geöffnet. Samstag, an Sonn- und Feiertagen schon ab 07.30 Uhr.