
In der 20-jährigen Geschichte haben die Alphornbläser eine ganze Menge erlebt. Unzählige Auftritte im In- und Ausland, TV-Auftritte oder Konzerte mit Musikgrößen wie Walter Scholz. Es gibt eine ganze Menge zu erzählen. Das Wichtigste aber erklärt Siggi von der Heide ganz am Anfang: „Der Spaß an der Freude steht für uns ganz klar im Vordergrund.“ Der Erfolg und der tolle Zusammenhalt gibt ihnen Recht, denn mit ihrer Musik haben Sie vielen Menschen eine große Freude bereitet. „Was wir mit unsrer Musik den Menschen geschenkt haben, das haben wir auch hundertfach wieder zurückbekommen“, freut sich Siggi von der Heide, mit Klaus Hellwig und dem leider viel zu früh verstorbenen Wilfried Kesper Gründungsmitglied der Alphornbläser im Jahr 1987, über die Resonanz auf ihre Musik.. „Das Alphorn ist eben ein Gefühlsinstrument. Das Gefühl kann man auf der anderen Seite auch spüren.“
Wie im Leben auch, muss man beim Alphornspielen den richtigen Ton treffen. Auch wenn das bei diesem Instrument manchmal nicht ganz einfach ist. Doch das trifft die Philosophie der Alphornbläser wohl am ehesten. Daher rührt auch der große Erfolg und die ungebrochene Sympathie zu den Musikern aus Willingen, Düdinghausen und Bruchhausen. Gerne sorgen sie bei regionalen Festivitäten für einen musikalischen Gruß, sei es beim Weltcup-Skispringen oder bei einem Besuch eines befreundeten Musikers aus Holland. Den haben sie bei seiner standesamtlichen Trauung in Boxtel mit einem Ständchen überrascht. Viele Auftritte haben Sie in die Welt geführt. Dank der Freundschaften, die auch durch die Alphornmessen gewachsen sind, sind die Bläser auch in Frankreich, Belgien oder der Schweiz gern gesehen Gäste. Ein Auftritt hat die Musiker sogar nach Los Angeles in die USA geführt. Anlässlich einer Einweihung haben die Willinger Alphornbläser im „Phoenix Club“ mit einigen Stücken für ein musikalisches Ausrufezeichen gesorgt.
Einen der unvergesslichsten Auftritte aber fand in einem Flugzeug in einer Höhe von 10.600 Metern statt. Nach einem Empfang in Norwegen war der Pilot, der für den Rückflug vorgesehen war so begeistert, dass die Jungs ihm kurzerhand auf dem Flug nach Frankfurt eine musikalische Erinnerung mit auf den Weg gegeben haben. Das dürfte wohl das am höchsten gelegene Konzert von Alphornbläsern in der Geschichte sein und verdient eigentlich einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde. Aber eigentlich möchten die Jubilare gar nicht im Mittelpunkt stehen, sondern mit ihrer Musik für ein Moment der Freude bei ihren Zuhören sorgen. Und das schaffen sie auch nach 20 Jahren wie kaum eine andere Musikgruppe.
Im Hinblick auf die Alphornmesse, die 1994 das erste Mal auf dem Ettelsberg durchgeführt wurde und seit 1998 jährlich zelebriert wird, hofft Siggi von der Heide, dass auch in Zukunft für das Bestehen der Alphornbläser sowie der Alphornmesse gesorgt sein wird. Mit Jens Vogel hat man bereits einen talentierten Musiker in die eigenen Reihen aufgenommen, ein weiterer junger Musiker aus Helsen hat auch schon bei den wöchentlichen Probeabenden mitgewirkt. Ein großer Aufwand, den man aber gerne betreibt. Schließlich kommt der „musikalische Leiter“ Klaus Eickhoff aus Düdinghausen sowie Volker Schubert, Frank und Guido Giese aus Bruchhausen. Aber die Jungs tragen das Herz einfach am rechten Fleck. Man sieht ihnen den Spaß an der Musik an. Und, so erzählt uns Siggi, demnächst könnte es wohl noch eine Weltpremiere geben. „Neben seinen Enkelkindern Marco und Lisa üben auch die vom Doracker schon bei ihren Besuchen auf der Ettelsbergütte fleißig und treffen die Töne erstaunlich gut.“ Das mag soweit noch nichts Besonders sein. Doch die Drillinge Jan, Felix und Moritz sind erst sechs Jahre alt und bei der Alphornmesse am 26. August bestimmt die größten Fans von Siggi, Klaus, Bernd, Guido, Jens, Frank, Volker und Bernd. UPLAND-TIPS gratuliert Euch von Herzen und wünscht allen eine unvergessene Alphornmesse zu Eurem 20-jährigen Jubiläum.